Saturday, September 7, 2019

Der ungarische Botschafter korrigiert ZDF-Lügendoku über 2015

https://berlin.mfa.gov.hu/asset/view/104465/Gy%C3%B6rk%C3%B6s-Bellut%20ZDF%20DE%2020190904.pdf

Zitiert nach:
https://www.achgut.com/artikel/der_ungarische_botschafter_zum_wahrheitsgehalt_des_merkel_dokudramas 


Botschafter von Ungarn

An Herrn
Dr. Thomas Bellut, Intendant
Zweites Deutsches Fernsehen

CC:
An Herrn
Dr. Peter Frey, Chefredakteur
Zweites Deutsches Fernsehen

Berlin, den 4. September 2019

Sehr geehrter Herr Intendant,

das ZDF hat am 4. September 2019 zur Hauptsendezeit ein „Dokudrama“ zu den Ereignissen von vor vier Jahren ausgestrahlt. Ohne Zweifel ist das Thema (nicht nur) in  Deutschland von besonderem öffentlichen Interesse. Unter Wahrung der geschriebenen und ungeschriebenen Regeln meines Berufes und der gebotenen Achtung für die deutschen Bürger und Politiker kommentiere ich die damit verbundenen internen Debatten nicht öffentlich. Ich verfolge sie lediglich und natürlich berichte ich darüber in angemessener Form an meine Hauptstadt.
Nun gab es in dem erwähnten Film derart viele Elemente, die Objektivität und Tatsachen missen haben lassen, und in Form von „Einspielungen“ eine Reihe von Anspielungen auf mein Land und seinen mehrfach demokratisch gewählten Ministerpräsidenten, dass ich mich gezwungen sehe, darauf zu reagieren.
Was die ethischen und moralischen Normen verletzenden Passagen und Andeutungen angeht, kann ich nur hoffen, dass die Autoren und Macher sie mit ihrem Gewissen vereinbaren können.
Aber ich beschränke meine ins Traurige spielende Frustration auf die Tatsachen. Der „Mythos vom Budapester Ostbahnhof“ ist nicht neu. Die auch im Film immer wiederkehrende Behauptung, alles hätte hier und jetzt seinen Anfang genommen und wäre Quelle aller Probleme, läuft der schlichten geographischen Realität, den Bestimmungen des internationalen und europäischen Rechts und den Ereignissen vom Sommer und Herbst 2015 diametral entgegen.
Der 4. September war einer von vielen Tagen in der seit Monaten andauernden Migrationskrise. Ich selbst hatte damals, noch als Ständiger Vertreter bei der EU in Brüssel, meinen Kollegen schon Wochen zuvor signalisiert, dass die Zahl der täglich eintreffenden illegalen Migranten bereits die zehntausender Marke überschreitet. Kenntnis und Verständnis der Situation belegt kaum etwas deutlicher als die Tatsache, dass das Bundesministerium des Innern am 19. August, zwei Wochen bevor sich der „Marsch der Hoffnung“ in Bewegung setzte, die Zahl der bis zum Jahresende erwarteten Zuwanderer auf 800.000, also auf das Doppelte der bis dahin geltenden Schätzung, korrigiert hatte. Es waren dann am Ende – wenn ich mich nicht irre – 890.000. Nicht unerwähnt lassen sollten wir auch den Tweet des BAMF vom 25. August über die Aussetzung der Anwendung der Dublin Verordnungen, der der Zuwanderung durchaus eine neue Dynamik verlieh.
Auch sollte man die simple geographische Gegebenheit berücksichtigen, dass den Budapester Ostbahnhof mehr als 1000 km von der Außengrenze der EU und des Schengenraumes trennen. Beachten wir internationales Recht (Art. 31 der Genfer Konvention) oder europäisches Recht (Schengener Grenzkodex, Dubliner Verordnung) sind zwei Dinge festzuhalten: Die illegalen Einwanderer sind auf ihrem Weg durch nicht weniger als fünf oder sechs Staaten gezogen, in denen ihr Leben nicht in Gefahr war, sie also keine Flüchtlinge mehr waren. Zudem ignorierten sie bewusst alle Dubliner und Schengener Regelungen, denn ihnen war klar, wohin sie wollten.
Ungarn hat mit der Entscheidung europäische Regelungen durchzusetzen große materielle, politische und moralische Risiken auf sich genommen. Wir haben weder Dank noch Anerkennung erwartet, dafür wurden uns täglich unbegründete Kritik und moralische Belehrungen zuteil. Seitdem sind vier Jahre vergangen, die Dinge haben sich langsam wieder in Richtung der Einhaltung von Recht und Ordnung bewegt, schrittweise gelingt es uns Ordnung und Humanität miteinander in Einklang zu bringen, doch die realitätsfremde, und von Fall zu Fall an Ehrverletzung grenzende Propaganda hört nicht auf.
Jedenfalls kann ich nur erneut und immer wieder anbieten, dass ich dem ZDF und anderen öffentlich-rechtlichen oder privaten Medien bei Interesse an den Tatsachen oder dem ungarischen Standpunkt jederzeit bereitwillig zur Verfügung stehe. Es wäre an der Zeit statt Schmutzkampagnen und Fiktionen, die die geografische Realität außer Acht lassen und als Wahrheit präsentieren, die Fakten gewähren zu lassen.
Mein beruflicher Werdegang hat es mit sich gebracht, dass ich die Ereignisse sowohl 1989 (damals als für die DDR zuständiger Referent des ungarischen Außenministeriums) als auch im Sommer und Herbst 2015 (zunächst als ständiger Vertreter bei der EU, dann ab Oktober 2015 als Botschafter in Berlin) aus unmittelbarer Nähe verfolgen konnte. Den ersten Stein aus der Mauer, die das eigene Volk eingeschlossen hielt, haben die Ungarn herausgeschlagen. 2015 hat sich Ungarn für die Einhaltung und Durchsetzung europäischen Rechts und für den Schutz der Lebensform und des Wirtschaftsmodells, die die Grundlage der EU bilden, und des durch Schengen geschützten Binnenmarktes eingesetzt, und den illegalen Zustrom über die grüne Grenze gestoppt.
Grundlage und ein natürlicher Zug unseres gemeinsamen Daseins und unserer Zusammenarbeit ist, dass wir die Welt in manchen Fällen aus anderem Blickwinkel und durch andere Sichtweise betrachten. Situationen wie diese zu klären gelingt jedoch nur auf der Basis von Respekt für unser Gegenüber und für die Tatsachen. Der von Ihnen gezeigte Film tut keinem dieser Kriterien Genüge.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Péter Györkös

Merkels Kehrtwende in der Zuwanderungsfrage

"Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit!
Eine solche Scheinheiligkeit wird vor der Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern!"

Angela Merkel, CDU Parteitag, Leipzig, Dezember 2003


https://www.cicero.de/innenpolitik/cduparteitag-hetzerin-merkel

https://www.zeit.de/reden/deutsche_innenpolitik/200349_merkelcduparteitag


http://www.pce.at/politik/2003-Protokoll_17_Parteitag_Leipzig-Ma_V.pdf

als Flyer:
https://www.bmun-gv-at.eu/pdf/Die_180-Grad-Drehung_der_CDU,_bzw._der_Kanzlerin.pdf 






Rede der Vorsitzenden der CDU Deutschlands,
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, auf dem 20. Parteitag
am 27. November 2006 in Dresden
- Unkorrigiertes Manuskript -
Es gilt das gesprochene Wort

Zitate:

Auch innenpolitisch kann sich die Bilanz unseres ersten Regierungsjahres sehen
lassen. Innere Sicherheit stärken und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft
ermöglichen –das ist unsere Devise. Wir führen den Kampf gegen Terroristen mit
neuen Möglichkeiten, wie z.B. der Anti-Terror-Datei.
Und wir besinnen uns auf unsere gemeinsamen Werte. Mit dem Integrationsgipfel
und dem Dialog mit dem Islam gehen wir völlig neue Wege, die von größter
Bedeutung für das Miteinander in unserem Lande sind.
Das ist der christdemokratische und heute mehrheitsfähige Gegenentwurf zu
Multi-Kulti! Multi-Kulti hat Deutschland in die Irre geführt. Multi-Kulti ist gescheitert.
Heute stehen wir ganz selbstverständlich zu unserem Land, zu unserer Sprache,
zu unserer Kultur und unserer Verfassung. Wir spüren auf einmal die
Lebendigkeit, das Mitreißende unserer freiheitlichen Werte.
5
Wir sind Deutsche und wir lieben unser Land!
Ohne jede Überheblichkeit.
Fröhlich. Gastfreundlich. Neugierig.
Das ist Patriotismus im besten Sinne. Das ist großartig!
Wir tragen damit ein neues, ein schönes Bild eines selbstbewussten Deutschland
in die Welt.

Quelle:
20. Parteitag der CDU
am 27. November 2006 in Dresden


https://www.kas.de/web/geschichte-der-cdu/protokolle-parteitage-seit-1990



Odysseus im Gelben Forum: 

Die Frage ist: Durch wessen Gehirnwäsche ist sie wann zur heutigen Globalisten-Vollstreckerin geworden?



verfasst von Odysseus, 06.09.2019, 00:34

Wann hat sie aufgehört zu reden wie 2006?
Hat das jemals jemand untersucht oder sich systematisch mit dieser Verwandlung befasst? Es muß vor der Wahl 2013 gewesen sein, wo sie die Deutschlandfahne bei gleichzeitiger Mißbilligung des Fähnchenschwenkers von der Bühne trägt.

Es muß also zwischen 2007 und 2012 der Umruch in ihrem Hirn stattgefunden haben, von dem ab "sie" entscheidet, Deutschland der EU langfristig bedingungslos unterzuordnen und idenditär aufzulösen sowie gleichzeitig eng mit der UN zusammen zu arbeiten, um die Migrationsagenda zu entwickeln.

Monday, September 2, 2019

Deutsche Reparationen an Griechenland und Polen




Über die Deutschen

Es ist möglich, daß der Deutsche noch einmal von der Weltbühne verschwindet, denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben, aber keine einzige, sich auf der Erde zu behaupten, und alle Nationen hassen ihn, wie die Bösen den Guten. Wenn es ihnen aber wirklich gelingt, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand entstehen, in dem sie ihn wieder mit Nägeln aus dem Grabe kratzen möchten.
 

Friedrich Hebbel (1813-1863)



Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker nicht Standrecht obendrein 
es muß noch stärker kommen soll es von Wirkung sein. 
Ihr müßt zu Bettlern werden, müßt hungern allesamt, 
zu Mühen und Beschwerden verflucht sein und verdammt. 
Euch muß das bißchen Leben so gründlich sein verhaßt, 
daß Ihr es fort wollt geben wie eine Qual und Last. 
Erst dann vielleicht erwacht noch in Euch ein besserer Geist, 
der Geist, der über Nacht noch, Euch hin zur Freiheit heißt."
 

Hoffmann von Fallersleben

Friday, August 30, 2019

Klimabetrug: Kanadisches Gerichtsurteil gegen CO2-Hockeyschläger Erfinder Dr. Michael Mann


Kanadisches Gerichtsurteil verlangt von CO2-Hockeyschläger Erfinder Dr. Michael Mann die Herausgabe seiner Daten. Klimabetrüger Mann weigert sich und zahlt lieber ein paar Millionen!



Dazu eine Gegenmeinung von Mathias Bröckers:
https://www.youtube.com/watch?v=rSq33aCrmOI


und ein Kommentar dazu:

Sehr guter Kommentar auf Bröckers eigener Seite unter dem gleichen Text wie hier vom User "bekir" (ich hoffe er nimmt es mir nicht übel seinen Kommentar kopiert zu haben)

"Michael Manns Anwalt deutet geschickt (aber unzutreffend) an, Tim Ball habe quasi um Gnade gewinselt und dadurch eine Verfahrenseinstellung erreicht. Tatsächlich zitiert er aus Balls Antrag nur die Punkte 82 – 84, in denen Ball in der Tat auf sein inzwischen hohes Alter von 80 Jahren und seinen schlechten Gesundheitszustand verweist. Balls eigentlicher Antrag (Manns Anwalt räumt es so nebenbei ein) zielt auf Verfahrensbeendigung “for delay”. “Delay” kann “Aufschub” heißen und passt doch so richtig schön zu “Gnade für den todkranken, wegen Verleumdung beklagten Antragsteller”? Tatsächlich heißt “delay” hier aber “Verspätung”: Erst mal hat der KLÄGER seine (Zivil-)Klage zu begründen und zu beweisen. Dafür hat er nicht endlos Zeit. Manns Verleumdungsklage wurde vor acht Jahren gegen einen 72-jährigen erhoben. Ist es Ungeduld, wenn dieser mit 80 Jahren meint, der Kläger habe nun genug Zeit gehabt? Wohl nicht, denn das Gericht teilte Balls Meinung, dass irgendwann mal Schluss ist. Selbst wenn der Beklagte noch jung und gesund wäre, muss der Kläger irgendwann mal zu Potte kommen und inhaltlich vorleisten – egal, wie triftig Balls Punkte 1 – 81 sind oder wie krank Ball ist (Punkte 82 – 84). Mann selber gibt ja zu, dass er schon irgendwie verloren hat, denn er habe ein “absolute right of appeal”, eine uneingeschränkte Möglichkeit, Rechtsmittel gegen die Gerichtsentscheidung einzulegen und will dies sorgfältig prüfen. (“We will likely challenge the dismissal of the suit. – Wir werden wahrscheinlich die Abweisung der Klage anfechten.”) Dort wo nicht sein Anwalt raunt, sondern Mann selber spricht, ist dann von “Gnade” für den Beklagten keine Rede, sondern von wahren Grund der Kläger-Niederlage; hauptsächlich stört ihn – nach acht Jahren Prozessierei – die unverschämte Eile des Gerichts: “Die Klagabweisung stützt sich auf die angebliche Ausübung eines gerichtlichen Ermessensspielraums, eine Klage wegen Verspätung zurückzuweisen.” (The dismissal involved the alleged exercise of a discretion on the Court to dismiss a lawsuit for delay.) Völlig zu Recht weist Mann darauf hin, dass vom Gericht weder seine Einlassungen als nicht stichhaltig gewertet wurden, noch Balls Einlassungen als stichhaltig. Hat ihm sein Anwalt wirklich nicht gesagt, warum das Gericht nicht im Traum daran denkt, in eine inhaltliche Prüfung einzusteigen? Eine nicht ausreichend begründete und belegte Klage ist nämlich “unsubstanziiert” (substanzlos) und kann aus rein formalen Gründen abgewiesen werden. Das freut den Richter, denn er spart sich viel Prüf- und Schreibaufwand. Der Kläger muss sich dagegen fragen, ob und wo er (oder sein Anwalt) versagt haben – falls es ihm wirklich jemals darum gegangen sein sollte, eine “vollständige” Klage abzuliefern. Zwar wurde Mann (da hat er wieder recht) nicht gerichtlich verpflichtet, irgendetwas oder etwas Bestimmtes vorzulegen, z.B. seinen Hockeyschläger. Was er mit seiner Klage vorlegt, bleibt erst mal ihm überlassen. Dass er überhaupt was vorlegt, ist ein Recht, aber keine “Pflicht”, sondern nur eine “Obliegenheit” – niemand zwingt ihn förmlich dazu. Er kann es bleiben lassen, seine Klage ist dann aber halt fehlerhaft und (ohne inhaltliche Prüfung) zum Scheitern verurteilt. Dass er Balls Anwaltskosten nicht zahlen wird, mag in Kanada so sein. Aus den USA hört man jedenfalls hin und wieder, dass kleine Leute immer verlieren, wenn sie riskieren, von zahlungskräftigen Konzernen etc. verklagt zu werden. Denn selbst wenn sie Recht bekommen (die Klage gegen sie also scheitert), bleiben sie auf ihren Anwaltskosten sitzen. Deren oft exorbitante Höhe richtet sich nach dem Streitwert, der sich wiederum am Klageinhalt bemisst. Der reiche Kläger hat es also in der Hand, lästig werdende Nicht-Reiche gezielt in den Ruin zu treiben, jahrelang zu belästigen und (wie hier) am Ende ein für den “Konzern” ungünstiges INHALTLICHES Urteil durch eigene Untätigkeit doch noch zu hintertreiben – die Justiz also zweckentfremdend für einen reinen Vernichtungsschlag oder eine reine Blockierungsstrategie zu missbrauchen. Aus Sicht deutscher Kommentatoren ist das ein schwerer Systemfehler und kann daher bestimmt kein Hinweis darauf sein, dass Mann mit seiner Verleumdungsklage schon irgendwie im Recht gewesen sein muss. Unabhängig von aller Juristerei: Wo ist das Zeitproblem des Prof. Mann? Was hinderte ihn “rechtzeitig” eine handfeste Klagebegründung abzuliefern?"

Thursday, August 29, 2019

Chamberlains Rede in Birmingham am 17. März 1939

Aus Chamberlains Rede in Birmingham
Am 17. März 1939
Es ist behauptet worden, daß die Besetzung der Tschechoslowakei die
unmittelbare Folge meines Besuches in Deutschland vom letzten Herbst war;
und da das Resultat dieser Ereignisse der Bruch der Abmachungen von
München ist, so beweise das, daß überhaupt die Beweggründe zu jenen
Besuchen verfehlt waren. Es wird gesagt, da dies die persönliche Politik des
Premierministers war, so müsse die Verantwortung für das Schicksal der
Tschechoslowakei auf seinen Schulter ruhen. Das ist eine völlig unhaltbare
Folgerung … Nun ich habe nie in Abredegestellt, daß die Bedingungen, die
ich in München sichern konnte, nicht  diejenigen waren, die ich selbst
gewünscht hätte. Aber wie ich damals erklärte, hatte ich mit keinem neuen
Problem zu tun. Es war etwas, was seit dem Versailler Vertrag immer
existiert hatte, ein Problem, das schon längst hätte gelöst werden sollen,
wenn bloß die Staatsmänner der letzten zwanzig Jahre eine großzügigere,
umfassendere und aufgeklärtere Auffassung von ihrer Pflicht gehabt hätten.
Es war wie ein lang vernachlässigtes Übel geworden, und ein chirurgischer
Eingriff wurde notwendig, um das Leben des Patienten zu retten …
Ich brauche meine Reisen nach Deutschland vom vergangenen Herbst
wirklich nicht zu verteidigen, denn welches war die Alternative? Nichts, was
wir hätten tun können, nichts, was Frankreich hätte tun können oder
Rußland hätte tun können, wäre imstande gewesen, die Tschecho-Slowakei
vor der Invasion und der Vernichtung zu bewahren. Selbst wenn wir anschließend in den Krieg gezogen wären, um Deutschland für seine Handlung zu bestrafen, und wenn wir nach den entsetzlichen, über alle Kriegsteilnehmer verhängten Verlusten am Ende siegreich gewesen wären, so
hätten wir die Tschecho-Slowakei niemals wiederherstellen können, so wie
sie vom Versailler Vertrag gestaltet worden war …
Jetzt aber stehen wir vor einem ganz anderen Problem. Der gestern in
Prag erlassenen Proklamation zufolge sind Böhmen und Mähren dem Deutschen Reich angeschlossen worden. Nichtdeutsche Einwohner, zu denen
natürlich auch die Tschechen gehören, werden dem Deutschen Protektor im
Deutschen Protektorat unterstellt. Sie haben sich den politischen, militärischen und wirtschaftlichen Bedürfnissen des Reiches zu unterwerfen. Sie
werden Staaten mit Selbstverwaltunggenannt, aber das Reich übernimmt
ihre Außenpolitik, ihre Zölle und Akzisen, ihre Bankreserven und die
Ausrüstung der entwaffneten tschechischen Armee. Und vielleicht das
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Unheimlichste: wir hören wieder vom Auftauchen der Gestapo, der geheimen Staatspolizei, und von der gewohnten Geschichte der Massenverhaftungen prominenter Persönlichkeiten mit den Folgen, die uns allen vertraut
sind …
Wer kann hindern, daß sich sein Herz in Sympathie dem stolzen und
tapferen Volk zuwendet, das so plötzlich ein Opfer dieser Invasion wurde,
dessen Freiheiten beschnitten sind und dessen nationale Unabhängigkeit
dahin ist? Was ist aus der Erklärung »keine territorialen Ansprüche mehr«
geworden? Was ist aus der Versicherung, »wir wollen keine Tschechen im
Reich«, geworden? Wieviel Rücksicht hat man genommen auf den Grundsatz der Selbstbestimmung, worüber HerrHitler in Berchtesgaden mit mir so
heftig diskutierte, als er die Trennung des Sudetengebietes von der Tschecho-Slowakei und dessen Einverleibung in das Reich forderte?
Jetzt wird uns gesagt, daß diese Gebietsergreifung notwendig geworden
sei durch Unruhen in der Tschecho-Slowakei … Wenn es zu Unruhen kam,
waren sie nicht von außen geschürt worden? Und kann irgend jemand
außerhalb Deutschlands die Idee ernst nehmen, daß sie eine Gefahr für
dieses große Land bildeten …?
Eine weitere Reihe von Fragen muß sich fast mit Notwendigkeit in uns
und in anderen und vielleicht sogar in Deutschland selbst erheben.
Deutschland hat der Welt unter seinem jetzigen Regime eine Serie von unangenehmen Überraschungen bereitet. Das Rheinland, der Anschluß Österreichs, die Lostrennung des Sudetengebietes — alle diese Dinge erregten
und empörten die öffentliche Meinung der ganzen Welt. Jedoch, soviel wir
auch einwenden mögen gegen die Methoden, die in jedem einzelnen dieser
Fälle angewandt wurden, etwas ließ sich doch sagen zugunsten der Notwendigkeit einer Änderung der vorhandenen Lage.
Aber die Dinge, die sich diese Woche unter völliger Mißachtung der von
der Deutschen Regierung selbst aufgestellten Grundsätze ereignet haben,
scheinen einer anderen Kategorie anzugehören, und sie müssen uns allen die
Frage nahelegen: »Ist dies das Ende eines alten Abenteuers, oder ist es der
Anfang eines neuen?« »Ist dies der letzte Angriff auf einen kleinen Staat,
oder sollen ihm noch weitere folgen?« »Ist dies sogar ein Schritt in Richtung
auf den Versuch, die Welt durch Gewalt zu beherrschen?«
Das sind schwere und ernste Fragen. Ich habe nicht vor, sie heute abend
zu beantworten … Es scheint in der Tat, mit den Lehren der Geschichte vor
Augen, unglaublich, daß es eine solche Herausforderung geben könne. Ich
fühle mich verpflichtet zu wiederholen,daß ich zwar nicht bereit bin, unser
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Land durch neue, nicht spezifizierte und unter nicht voraussehbaren
Bedingungen funktionierende Verpflichtungen zu binden, daß aber kein
größerer Fehler begangen werden könnte als der, zu glauben, unsere Nation
habe, weil sie den Krieg für eine sinnlose und grausame Sache hält, so sehr
ihr Mark verloren, daß sie nicht bis zur Erschöpfung ihrer Kraft einer solchen Herausforderung entgegentreten werde, sollte sie jemals erfolgen. Für
die Erklärung habe ich, davon bin ich überzeugt, nicht nur die Unterstützung, die Sympathie und das  Vertrauen meiner Mitbürger und
Mitbürgerinnen, sondern ich werde auch die Zustimmung des gesamten
Britischen Weltreiches und aller anderen Nationen haben, die zwar den
Frieden hochschätzen, aber die Freiheit noch höher.
(Aus: Jacques Benoist-Méchin, Geschichte der deutschen Militärmacht 1918-1946, Bd. 7: Wollte Hitler den Krieg, Oldenburg--Hamburg 1971)
zitiert nach:
David L. Hoggan - MEINE ANMERKUNGEN ZU DEUTSCHLAND (1990)

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Die 14 Punkte Wilsons (Kongreßbotschaft vom 8. Januar 1918)

Die 14 Punkte Wilsons
(Kongreßbotschaft vom 8. Januar 1918)

Wir sind in diesen Krieg eingetreten, weil Rechtsverletzungen vorgekommen
sind, die an unseren Lebensnerv rührten und das Leben unseres eigenen
Volkes unmöglich machen würden, falls sie nicht abgestellt werden und die
Welt ein für allemal gegen ihre Wiederholung gesichert wird. Was wir in
diesem Krieg fordern, ist also nichts Besonderes für uns selbst. Es ist, daß die
Welt für das Leben der Menschen tauglich und sicher gemacht werde; und
insbesondere, daß sie sicher gemacht werde für jede friedliebende Nation,
die gleich der unsrigen wünscht, ihr eigenes Leben zu leben, ihre eigenen
Einrichtungen zu bestimmen, der Gerechtigkeit und Biederkeit seitens der
anderen Völker der Welt versichert zusein, im Gegensatz zu Gewalt und
selbstsüchtigem Angriff. Alle Völker der Welt sind in Wirklichkeit Teilhaber
an diesem Interesse, und wir für unseren eigenen Teil sehen sehr klar, daß,
wofern Gerechtigkeit den anderen nicht widerfährt, sie auch uns nicht
widerfahren wird.
Das Programm des Weltfriedens ist daher unser Programm, und dieses
Programm, das einzig mögliche Programm nach unserem Dafürhalten, ist
folgendes:

I. Offene Friedensverträge, offen zustande gekommen, nach denen es
keinerlei private Abmachungen mehrgeben soll, sondern nur mehr
Diplomatie, die stets freimütig und angesichts der Öffentlichkeit vorgeht.

II. Vollständige Freiheit der Schiffahrt auf den Meeren außerhalb der
Territorialgewässer, gleichermaßen im Frieden wie im Krieg, außer wenn die
Meere kraft internationalen Vorgehens zur Durchführung internationaler
Bündnisse ganz oder teilweise geschlossen werden.

III. Größtmögliche Beseitigung aller wirtschaftlichen Schranken und
Herstellung einer Gleichheit der Handelsbedingungen unter allen jenen
Nationen, die dem Frieden zustimmen und sich zu seiner Aufrechterhaltung
verbünden.

IV. Angemessene Gewährleistungen, dafür gegeben und entgegengenommen, daß nationale Rüstungen auf den niedrigsten Grad, der mit der inneren Sicherheit vereinbart ist, herabgesetzt werden.

V Freie, offenherzige und vollständig unparteiische Ordnung aller
kolonialen Ansprüche, gegründet auf strenger Befolgung des Grundsatzes, daß bei der Entscheidung aller dieser Fragen der Oberhoheit die Interessen
der beteiligten Bevölkerungen genau sogleiches Gewicht haben müssen wie
die billigen Ansprüche der Regierung, deren Rechtstitel zu entscheiden ist.

VI. Räumung des gesamten russischen Gebiets, und eine solche Erledigung aller Rußland berührenden Fragen, wie sie die beste und freieste
Zusammenarbeit der anderen Nationen der Welt sichern wird, um ihm eine
ungehemmte und unbelastete Gelegenheit zur unabhängigen Bestimmung
seiner eigenen politischen Entwicklung und nationalen Politik zu verschaffen und ihm eine aufrichtige Bewillkommnung in der Gesellschaft freier
Nationen unter selbsterwählten Staatseinrichtungen zuzusichern; und mehr
als eine Bewillkommnung, auch Beistand jeder Art, den es benötigen und
selbst wünschen mag. Die Rußland seitens seiner Schwesternationen in den
kommenden Monaten zuteil werdende Behandlung ist die Feuerprobe ihres
guten Willens, ihres Verständnisses für seine Bedürfnisse, im Unterschied
von ihren Interessen und ihres intelligenten und selbstlosen Mitgefühls.

VII. Belgien muß, dem wird die ganze Welt beipflichten, geräumt und
wiederhergestellt werden, ohne jeden Versuch, die Oberhoheit, die es mit
allen anderen freien Nationen gemein hat, einzuschränken. Keine andere
einzelne Handlung wird so dazu dienen, wie diese dazu dienen wird,
Vertrauen unter den Nationen in diejenigen Gesetze wiederherzustellen, die
sie selbst aufgestellt und für die Führung ihrer Beziehungen zueinander
festgesetzt haben. Ohne diese heilende Tat wird die ganze Struktur und
Gültigkeit des Völkerrechts für immer beeinträchtigt sein.

VIII. Alles französische Gebiet soll freigegeben und die Teile, in die ein
Einfall stattfand, wiederhergestellt werden, und das Frankreich durch
Preußen im Jahr 1871 in Sachen Elsaß-Lothringens angetane Unrecht, das
den Frieden der Welt nahezu fünfzig Jahre lang gefährdet hat, soll berichtigt
werden, um den Frieden im Interessealler wieder sicherzustellen.

IX. Eine Bereinigung der Grenzen Italiens soll nach genau erkennbaren
Linien der Nationalität bewerkstelligt werden.

X. Den Völkern von Österreich-Ungarn, deren Platz unter den Nationen
wir geschützt und gesichert zu sehen wünschen, soll die freieste Gelegenheit
selbständiger Entwicklung gewährt werden.

XI. Rumänien, Serbien und Montenegro sollen geräumt, besetzte Gebiete
zurückgegeben werden; Serbien soll ein freier und sicherer Zugang zur See
gewährt werden, und die Beziehungen der verschiedenen Balkanstaaten
zueinander sollen durch freundschaftliche Verhandlungen nach bestehenden
historischen Linien der Zugehörigkeit und Nationalität geregelt werden; und internationale Gewährleistungen der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit und territorialen Unverletzlichkeit der verschiedenen Balkanstaaten sollen geschaffen werden.

XII. Den türkischen Teilen des heutigen ottomanischen Reichs soll eine
sichere Oberhoheit verbürgt werden, aber den andern Nationalitäten, die zur
Zeit unter türkischer Herrschaft stehen, soll eine unbestrittene Sicherheit des
Lebens und eine durchaus ungestörteGelegenheit selbständiger Entwicklung verbürgt werden, und die Dardanellen sollen unter internationalen
Gewährleistungen als freie Durchfahrt für die Schiffe und den Handel aller
Nationen dauernd geöffnet werden.

XIII. Ein unabhängiger polnischer Staat soll errichtet werden, der die von
unbestreitbar polnischenBevölkerungen bewohnten Gebiete umfaßt, dem
ein freier und sicherer Zugang zum Meer verbürgt werden soll und dessen
politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit und territoriale Unverletzlichkeit durch einen internationalen Bund gewährleistet werden soll.

XIV. Eine allgemeine Vereinigung der Nationen muß gebildet werden mit
besonderen Bundesverträgen zum Zweck der Gewährung gegenseitiger
Bürgschaften politischer Unabhängigkeit und territorialer Unverletzlichkeit
gleichermaßen für große und kleine Staaten.

Wir haben hiermit gewiß in zu deutlichen Ausdrücken gesprochen, als
daß weiterhin noch ein Zweifel oder eineFrage offenbleiben könnte. Ein klar
ersichtlicher Grundsatz zieht sich durch das ganze Programm, das ich
entworfen habe. Es ist der Grundsatz der Gerechtigkeit für alle Völker und
Nationalitäten und ihr Recht, unter gleichen Bedingungen der Freiheit und
Sicherheit miteinander zu leben,
ob sie stark oder schwach sind. Wenn dieser
Grundsatz nicht zur Grundlage gemacht wird, vermag kein Teil des
Gebäudes internationaler Gerechtigkeit zu bestehen. Das Volk der Vereinigten Staaten konnte aus keinem anderen Grundsatz heraus handeln; und zur
Rechtfertigung dieses Grundsatzes ist esbereit, sein Leben, seine Ehre und
alles, was es besitzt, hinzugeben. Dieser größte und letzte aller Kriege für
menschliche Freiheit hat jetzt seinenmoralischen Höhepunkt erreicht, und
unser Volk ist bereit, die Probe auf seine eigene Stärke, seine eigenen
höchsten Ziele, seine eigene Redlichkeit und Hingebung zu bestehen.

zitiert nach:
David L. Hoggan - MEINE ANMERKUNGEN ZU DEUTSCHLAND (1990)